Geldtipps 2020

Meine fünf Geldtipps 2020

Was Sie im neuen Jahr für Ihr Geld tun können? Schenken Sie ihm Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dann erreichen Sie schneller Ihre Ziele und lassen Ihr Geld wirkungsvoller für sich arbeiten. Mit diesen fünf Tipps können Sie neue Wege gehen:

1. Tagesgeldkonten

Sammeln Sie Ihr Geld noch auf dem Girokonto oder haben Sie schon ein Tagesgeldkonto? Haben Sie das Gefühl, keinen Überblick mehr darüber zu haben, was nötig ist, um Daueraufträge und Rechnungen zu bedienen und was davon gespart werden kann? Geld auf einem Tagesgeldkonto bringt, im Gegensatz zum Sparbuch, zwar noch Zinsen, wenn auch inzwischen weniger als 0,5 % p.a. Hier finden Sie ein Portal mit einer Übersicht von verschiedenen Banken mit Tagesgeldkonten. Der Vorteil ist, dass Ihr Geld dort täglich verfügbar ist. Wenn Sie ein Online-Tagesgeldkonto eröffnen, um dort das Geld zu sparen, das sie tatsächlich nicht benötigen, bringt es Ihnen auch mehr Zinsen als bei der Hausbank.

Hinsichtlich der Zinsen, die wir dort noch bekommen, gibt es aber noch eine Neuerung: Die Negativzinsen. Zwischenzeitlich gibt es Banken, die Negativzinsen, die sie selbst auf Einlagen bei der Europäischen Zentralbank zahlen, nicht nur an Firmenkunden, sondern auch an Privatkunden weitergeben. Diese Strafzinsen liegen zwischen 0,13 % p.a. und 0,6 % p.a. und fallen nicht nur auf Ihre Tagesgeldeinlagen an, sondern bei manchen Banken und Sparkassen auch auf Ihr Girokonto. Dafür gibt es in der Regel zwar Freibeträge, die beginnen aber schon bei € 50.000,00. Hier finden Sie eine Übersicht über diese Banken.

Auswirkungen haben diese Strafzinsen durchaus. Hier ein Beispiel: Bei 100.000 € und einem Strafzins von 0,6 % p.a. sind das bereits 600 € im Jahr. Da sollte meines Erachtens nach durchaus die Überlegung im Raum stehen, das Konto zu wechseln.

Bei der Auswahl der Banken empfehle ich ausschließlich Banken, die der gesetzlichen Einlagensicherung in einem wirtschaftlich starken europäischen Land angehören.

Bei der Suche nach der für Sie richtigen Bank können Sie anhand von zwei Stabilitätskriterien vorgehen, die eine Bank erfüllen muss, um als sicher zu gelten. Finanztipp.de hat diese entwickelt:

  1. Die Einlagen müssen über das europäische Einlagensicherungssystem gemäß der Richtlinie 2014/49/EU in einem wirtschaftlichen starken Land geschützt sein.
  2. Die Bank muss seit mindestens zwei Jahren auf dem deutschen Markt für Tagesgeld oder Festgeld aktiv sein.

2. Das Vermögen mit Hilfe des magischen Dreiecks aufbauen

Bei Geldanlagen gibt es unterschiedliche Anlageformen, die man in drei Bereiche kategorisieren kann. Auf diese Weise entsteht das sogenannte magische Dreieck der Vermögensanlage und es verbindet diese drei Kriterien:

  • Sicherheit: Erhalt des Vermögens, zum Beispiel durch die Streuung des Vermögens.
  • Liquidität (auch Verfügbarkeit): Wie schnell kann ein Betrag wieder zu Bargeld oder in ein Bankguthaben umgewandelt werden. Je kleiner dieser Umwandlungszeitraum ist, desto liquider ist die Vermögensanlage.
  • Rentabilität (auch Rendite): Ertrag, der aus einer Investition in eine Anlage resultiert (z.B. Dividenden-, Zinszahlungen, Wertsteigerungen oder Ausschüttungen).

Das magische Dreieck: Rendite – Sicherheit – Liquidität

Die beiden Punkte Sicherheit und Rentabilität haben einen Zielkonflikt. Das bedeutet, dass eine Anlage in der Regel nicht sicher und zugleich rentabel ist. Bevor wir uns für eine Geldanlage entscheiden, können wir festlegen, welches Ziel wir verfolgen. Wenn wir unterschiedliche Ziele verfolgen, dann können wir unser Geld auf verschiedene Anlageformen verteilen. Damit umgehen wir den Zielkonflikt und diversifizieren außerdem unser Vermögen.

Eine Lösung dafür wäre zum Beispiel, einen Teil Ihres Geldes aufs Tagesgeld zu legen und einen Teil in einem ETF zu sparen. Das Tagesgeld bietet Sicherheit und der ETF bietet Renditechancen. Wenn Sie hierbei Unterstützung wünschen, melden Sie sich gerne bei mir.

3. Microsteps für das Ansparen kleiner Vermögen:

  • Wenn Sie fest angestellt sind, erhalten Sie Ihr Gehalt immer zum Ende des Monats. Richten Sie daher einen Dauerauftrag immer für den Ersten des Monats ein, dann gewährleisten Sie, dass Sie Ihren Sparplan bedienen können.
  • Wenn Sie mit einer Karte bezahlen, tun Sie das praktisch berührungsfrei. Daher rate ich, bezahlen Sie möglichst immer bar, weil Sie dann bewusster bezahlen und einen viel besseren Überblick darüber behalten, wo Sie wie viel Geld ausgegeben haben.
  • Sammeln Sie einen Monat lang jeden Tag die Münzen aus Ihrem Portemonnaie. Sie werden überrascht sein, wie viel Geld Sie am Ende des Monats gespart haben.
  • Versicherungsbeiträge oder Fitnessstudiobeiträge und dergleichen sollte man am Jahresanfang für das gesamte Jahr bezahlen. Dann gibt es in der Regel einen Nachlass.

4. Kennen Sie Kakebo?

Nur wer seine Ausgaben kennt, weiß auch, wo welche Geldbeträge hinfließen und was am Monatsende übrigbleibt. Erfassen können Sie Ihre Ausgaben, indem Sie Kassenzettel aufbewahren und dann entweder in einer Excel-Liste erfassen oder handschriftlich zusammentragen. Ausgesprochen gut geht es auch in dem japanischen Haushaltsbuch: „Kakebo – Das Haushaltsbuch: Stressfrei haushalten und sparen nach japanischem Vorbild“.

Der Name, der „Ka – kei – bo“ ausgesprochen wird, ist nicht nur ein Einnahmen- und Ausgaben-Heft, sondern eher ein Lebensstil. Die Japaner finden, dass man damit nicht nur den Kontostand im Blick hat, sondern auch den Charakter und das gibt dem Sparer angeblich Selbstvertrauen. Offensichtlich ist, dass man mit dem Buch den Geldfluss kontrolliert und mit diesem Wissen Stress ab- und innere Stärke aufbaut.

Das Hauptziel aus meiner Sicht, mit der Kontrolle der Ausgaben ein ungenutztes Sparpotenzial auszuschöpfen, passiert erfreulicherweise ganz nebenher.

Wer weder in ein Buch schreiben mag noch eine Excel-Liste bevorzugt, tut sich vielleicht leichter mit einer „Geld-Check-App“, in die Sie nach jedem Einkauf sofort den Betrag eintragen können und die Ihnen automatisch am Ende des Monats nach Ausgabenart einen Überblick liefert. Hier habe ich Ihnen eine Übersicht rausgesucht.

5. Präkrastination vs. Prokrastination

Wir alle wissen, dass es ein unwiederbringlicher Vorteil ist, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen. Es ist fast nicht mehr aufzuholen, wenn wir spät anfangen zu sparen, auch wenn wir mehr Geld dafür in die Hand nehmen. Die Prokrastination, also die Aufschieberitis, ist für unser Vermögen von großem Nachteil.

Es gibt aber auch Menschen, die den Drang haben, zwanghaft alles sofort zu erledigen, die leiden an der Präkrastination. Die sparen dann unüberlegt in irgendetwas, nur damit man damit begonnen hat. Diese Verhaltensweise führt aber auch nicht zwangsläufig zum Ziel. Ich empfehle immer, sich vorher ausführlich Gedanken darüber zu machen, welches Ziel man im Auge hat und mit welch passenden Mitteln man dieses verfolgen kann.

Wenn Sie sich selbst noch unklar darüber sind, welche Ihre Ziele sind, können Sie dem auf die Spur kommen, indem Sie Ihre Wünsche schriftlich niederlegen oder ein Visionbord basteln. Aus unterschiedlichen Zeitschriften schneiden Sie Bilder, Texte, Überschriften und Ähnliches aus, die Ihre Wünsche ausdrücken und kleben sie zusammen. Alles, was man sich bildlich vorstellt, kann sich im Unterbewusstsein verankern und bei der Realisierung der Wünsche helfen. Viel Erfolg dabei!

 

Sie wünschen Sie Begleitung und Beratung für das Erreichen Ihrer besonderen Geldziele? Dann senden Sie mir gerne Ihre Nachricht!