Geld

Was Sie jetzt gleich für mehr Gelderfolg im neuen Jahr tun können

„Ich kenne mich mit Geld nicht aus“, „Diese und jene Anlageformen gelingen bei mir eh nie“ oder „Ich habe einfach kein Händchen für Geld“. Haben Sie diese Sätze schon einmal gehört? Vielleicht aus Ihrem eigenen Mund? Dann wird es Zeit, dass wir darüber sprechen, wie man Sabotage am eigenen Gelderfolg vermeiden kann und was Sie noch bis Ende dieses Jahres tun können, um Ihre Finanzen auf Gewinnkurs zu bringen.

Immer wieder treffe ich Menschen, die, wenn es um Geld und Vermögensaufbau geht, einfach nicht in ihre Kompetenz und ihr Wollen vertrauen. Sie vermuten, dass man sich so richtig gut auskennen muss, um Geld erfolgreich anlegen und investieren zu können. Und weil sie das Wissen nicht haben, lassen sie es lieber gleich. Auch, weil vielleicht in der Vergangenheit mal ein Versuch gestartet wurde, der nicht gelang und nicht die erhofften Gewinne abwarf. Und dann heißt es gleich: „Ich habe einfach kein Glück mit Geld!“ In der Folge verlieren sie die Lust, sich damit zu beschäftigen.

Doch wer sich nicht um seinen Vermögensaufbau kümmert, riskiert, dass z.B. durch eine zu geringe Sparrate keine Puffer für die Erfüllung von Träumen zur Verfügung stehen, man zu viel für eine Versicherung oder unpassende alte Verträge bezahlt oder man zu spät über die Vorbeugung von Altersarmut nachdenkt. Doch Selbstsabotage muss nicht sein!

Über die Herrschaft des Irrtums

Das Prinzip ist klar: Bei der Annahme, man hätte einfach kein Glück mit Geld, handelt es sich meist um eine „selbsterfüllende Prophezeiung“. Sie wurde von dem Soziologen Robert K. Merton erstmals 1948 als sozialer Mechanismus zur Erklärung der Auswirkungen bestimmter Einstellungen und Handlungsweisen analysiert:

Wenn wir uns einreden, dass wir etwas nicht können, wird es auch nicht klappen.

Merton beschrieb das Phänomen, das er als „Self-Fulfilling Prophecy“ bezeichnete, so:

„Die selbsterfüllende Prophezeiung ist anfänglich eine falsche Bestimmung der Situation, sie verursacht [aber] ein neues Verhalten, das bewirkt, dass die ursprünglich falsche Auffassung richtig wird. Die vordergründige Gültigkeit der selbsterfüllenden Prophezeiung führt eine Herrschaft des Irrtums fort. Denn der Prophet wird den tatsächlichen Gang der Dinge als Beweis dafür anführen, dass er von Anfang an recht hatte.“

Die Herrschaft des Irrtums – genau die erlebe ich immer wieder in Gesprächen mit Menschen, die in meine Erstberatung kommen. Manche sagen zum Beispiel:

„Ach Fonds? Die sind doch eh nichts!“

Wundersamer Weise gelingen Geldprojekte mit dieser Einstellung selten. Denn die Erfahrung zeigt: Wer zweifelt und Angst hat, verliert.

Wenn ich aber Menschen treffe, die in Bezug auf eine Anlagestrategie enthusiastisch, optimistisch und interessiert reagieren, erzielen wir in der Regel ganz wunderbare Renditen. Ich habe immer wieder erlebt: Wer in seine eigenen Entscheidungen und die Wahl seiner Berater vertraut, der verteilt gute Energie. Und dann klappt’s auch mit dem Geld!

Wie man aufhören kann, Sabotage am eigenen Gelderfolg zu betreiben

Wie man aufhören kann, Sabotage am eigenen Gelderfolg zu betreiben

Der Ausweg? Drehen Sie das Prinzip doch einfach zu Ihren Gunsten um! Wenn es selbsterfüllende Prophezeiungen gibt, dann bitteschön mit positivem Ausgang!

Sehen wir uns ein Beispiel an: Der Psychologie-Professor Robert Rosenthal führte 1968 ein Experiment an US-amerikanischen Grundschulen durch: Darin überzeugte er mit einem fingierten Test das Kollegium davon, dass bestimmte Schüler, die er zufällig ausgewählt hatte, so genannte hochintelligente „Aufblüher“ seien, die in Zukunft hervorragende Leistungen zeigen würden. Bei einem Intelligenztest am Schuljahresende hatten sich die meisten dieser Schüler tatsächlich im Vergleich zu ihrem am Anfang des Schuljahres erfassten Intelligenzniveau stark verbessert. 45 Prozent der als „Überflieger“ oder „Aufblüher“ ausgewählten Kinder konnten ihren IQ um 20 oder mehr Punkte steigern und 20 Prozent konnten ihn gar um 30 oder mehr Punkte steigern. Ein Effekt, den man auch als „Pygmalion-Effekt“ bezeichnet.

Sehen Sie sich also als hochtalentierte „Geldaufblüherin“ und geben Sie dem Geld so eine Chance, dass es zu Ihnen kommen kann. Diese Sätze weisen Ihnen den Weg:

  • Ja, Sie sind jemand, der ein gutes Händchen für Geld hat!
  • Sie treffen die richtigen Entscheidungen!
  • Sie informieren sich gründlich, machen Pläne, erkunden Ihre Wünsche und Lebenspläne und machen sich auf diese Weise selbst zum hochbegabten „Geldaufblüher“.

In sechs Schritten zum Mut und Spaß am Geldanlegen

Mit ein paar kleinen Schritten ist schon viel getan:

  1. Interessieren Sie sich für Geld. Lesen Sie darüber. Kaufen Sie sich eine Zeitschrift über Geld und Vermögensaufbau, z.B. von der Stiftung Finanztest.
  2. Lernen Sie Ihre Lebensziele kennen. Wofür brauchen Sie Geld? Und wie viel?
  3. Schreiben Sie in Ihr Notizbuch über Geld, was es in der Vergangenheit für Sie bedeutet und getan hat. Was haben Sie mit Geld erlebt? Was erhoffen Sie sich in Zukunft davon?
  4. Lassen Sie sich beraten. In meinen „Erstgesprächen“ stelle ich immer wieder fest, dass es die eine oder andere Wissenslücke in Sachen Geld gibt, die große Auswirkungen haben kann. Oft sind die Menschen dann überrascht, was sie in ihrem Handlungsspielraum Großes erreichen können, wenn sie gut planen.
  5. Suchen Sie sich ein paar Affirmationen, die Ihnen guttun. Schöne Affirmationen gibt es z.B. in den Büchern von Louise Hay oder in dem Buch von Florence Scovel Shinn: „Das Lebensspiel und seine Regeln“. Mir gefallen z.B. „Es ist genug für alle da. Auch für mich“, „Ich bin ein Magnet für Fülle“ oder „Reichtum und Geld finden mühelos zu mir“. Meine Lieblings-Affirmation lautet: „Für mich wird immer das Beste geschehen.“
  6. Üben Sie sich in Dankbarkeit: Schauen Sie auf all das, was Sie sich mit Geld geschaffen haben. Nehmen Sie Ihr Geld wahr. Gehen Sie weg von den Gedanken des Mangels hin zur Dankbarkeit für all das, was Sie durch Geld bereits genießen und erleben konnten. Das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs ist eine großartige Übung dafür, wie uns die Kommunikationsberaterin Daniela Heggmaier zeigt.

Was Sie noch bis Ende des Jahres tun können, um Ihr Geld im neuen Jahr auf einen guten Weg zu bringen

Im November 2022 war ich zu Gast im Podcast „herMoney Talk“. Mit Anne Connelly habe ich mich darüber unterhalten, was es bis zum Jahresende am 31. Dezember bei den eigenen Finanzen noch zu tun oder zu optimieren gibt:

#143 Diese Dinge solltest du 2022 noch abhaken

In dieser Folge erkläre ich, was Sie jetzt noch tun sollten, um Geld zu sparen, um sich abzusichern und um gut in das neue Jahr zu starten – eine To Do Liste für die letzten Wochen des Jahres sozusagen.

Viel Spaß beim Zuhören!

Inhalt:
00:00 – 02:25 Intro
02:26 – 06:47 Bis Jahresende noch Steuern sparen: Homeoffice-Pauschale und Nichtveranlagungsbescheinigung
06:48 – 08:48 Worauf achten beim Freistellungsauftrag
08:49 – 13:56 Bis Ende November noch die KFZ-Versicherung wechseln + Tipps zum Sparen
13:57 – 17:32 Was tun zum Jahresende bei der Riester- und Rürup-Rente
17:33 – 18:29 Immobilienfinanzierung: Sondertilgung
18:30 – 25:15 Diversifizierung, Rebalancing, Festgeld: Was tun mit dem Depot?
25:16 – 26:15 Outro

Zum Weiterhören:
Eine ältere HerMoney-Podcast Folge mit mir über private Rentenversicherungen finden Sie hier.

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Was Zuwendung bekommt, wächst

Meine Erfahrung zeigt: Zu mir kommen die Dinge, die ich mag und liebe. Mögen Sie Geld? Ich schon! Ja, Sie können Ihre Einstellung zu Geld ändern und sich selbst erlauben, neue, positive Erlebnisse in Zusammenhang mit Geld und Vermögensaufbau zu haben. Vielleicht schreiben Sie sich eine Affirmation auf einen Zettel und kleben ihn an Ihren Badspiegel: „Ich liebe Geld!“ Fassen Sie den Mut und öffnen Sie dem Geld die Türe mit Liebe, dann kommt es auch zu Ihnen!

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr? Was möchten Sie in Ihr Leben bringen?

Wenn Sie das neue Jahr planen und frischen Wind in Ihre Finanzen bringen wollen, dann sichern Sie sich Ihren Platz bei unserem nächsten Goldenen Abend:

11. Goldener Online-Abend „Ihre Fragen rund um ETFs – beantwortet von Annegret Kitzmann-Schubert“ am Dienstag, den 10. Januar 2023 von 19 bis 21 Uhr (über Zoom)

Im Mittelpunkt dieses Goldenen Abends zum Jahresbeginn steht die Anlageform der ETFs (Exchange Traded Funds). Eine private Anlegerin – die Kommunikationsberaterin Daniela Heggmaier – wird mich zu den am häufigsten gestellten Fragen rund um ETFs interviewen, z.B.: Worum handelt es sich bei ETFs? Für wen und welche Anlagestrategie sind sie geeignet? Wie finde ich unter den zahllosen ETF-Angeboten etwas für mich Passendes? Was muss ich beachten? Wie kann ich einsteigen? 

Der Goldene Abend lebt vom wunderbaren Austausch und wir geben Ihren Fragen zu diesem spannenden Thema ausreichend Raum. Im Vorfeld der Veranstaltung sende ich Ihnen per Post eine Überraschung zu.

Wertschätzungsbeitrag: 35 Euro (inkl. MwSt.). Bitte melden Sie sich über Eveeno unter diesem Link für den Goldenen Abend an:

Ich würde mich sehr freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen!