Kindern die Welt zeigen: Fünf Fragen an Susanne Miegel

 

S_Miegel

Mitte der 90er Jahre war sie die erste weibliche Filialleiterin bei der Deutschen Bank AG München: Susanne Miegel. Damals verhalf sie vielen Menschen dazu, mit Krediten Träume zu erfüllen. Heute erfüllt sie die Träume ganz junger Menschen und managed eine Familie mit zwei Kindern in Toulouse. Ich traf sie in Frankreich, um ihre Geldgedanken kennenzulernen:

Wann hatten Sie zum ersten Mal im Leben eigenes Geld?

Susanne Miegel: „Anfang 20 besaß ich zum ersten Mal mein eigenes selbst verdientes Geld. Ich arbeitete bei einer Bank. Kein großartiges Gehalt, aber genug, um mir ein paar Wünsche zu erfüllen, die Miete zahlen zu können und vor allem, um endlich unabhängig zu sein. Außerdem war mein Arbeitsplatz zum Ausprobieren verschiedener Geldanlagen prädestiniert. Ich erlebte hautnah den Schwarzen Montag am 19.10.1987, der mich für künftige Anlagen sehr vorsichtig werden ließ, profitierte aber auch später vom sog. Neuen Markt. Ich besitze noch heute Aktien, die ich damals von meinem ersten Geld gekauft habe.“

Beschäftigen Sie sich gerne mit Geld?

Susanne Miegel: „Nein, nicht gerne, aber, wenn es notwendig wird, wenn ich einen neuen Lebensabschnitt auch in finanzieller Hinsicht neu ordnen muss, dann unbedingt. Hier fällt mir spontan die Geburt unserer beiden Kinder ein. Plötzlich geht es nicht mehr nur um das Geldverdienen und das profitable Anlegen. Es steht der Gedanke der Absicherung der Familie im Vordergrund oder die Finanzierung einer guten Ausbildung für unsere Kinder.“

Welchen Geldtipp würden Sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?

Susanne Miegel: „Geld bedeutet Unabhängigkeit, es ist wichtig! Frauen sollten sich für Geld interessieren, sollten nach Gleichstellung bei der Entlohnung streben und wenn möglich für das Später vorsorgen. Es ist wichtig die Domaine ‚Geld‘ nicht alleine den Männern zu überlassen. Frauen sind nach meinem Erachten verantwortungsbewusster und investieren überlegter. Dafür sind gute Informationen und eine vertrauensvolle Anlageberatung wichtig. Aber: Geld bedeutet auch, sich jetzt etwas leisten zu können und das sollte jeder ohne schlechtes Gewissen tun. Belohnung hat schließlich eine positive Auswirkung auf Körper und Geist.“

Wenn Sie viel Geld hätten, was würden Sie damit machen?

Susanne Miegel: „Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ehrlich gesagt, weiß ich es noch immer nicht. Bestimmt würde ich meiner Familie Gutes tun wollen, bestimmt Bedürftigen helfen. Wahrscheinlich zuerst ein Haus für meinen Mann und mich kaufen, an einem Bach, mit einer Weide und mindestens zwei Gästezimmern, damit unsere Kinder immer wieder zu uns kommen können.“

Verwirklichen Sie Ihre Wünsche und Träume mit Hilfe von Geld?

Susanne Miegel: „Natürlich! Einer meiner Träume ist es, unseren Kindern einen Ausschnitt unserer Welt gezeigt zu haben, bevor sie ihr eigenes, selbständiges Leben beginnen. Deshalb bereisen wir jedes Jahr einen anderen Kontinent und erleben neue Lebensweisen, Kulturen und Sitten. Diese Urlaube sind anstrengend, aber sehr bereichernd. Dieses Jahr steht Südamerika an!“

Vielen Dank!

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