Innovative Events und moderne Lebensgemeinschaften: Fünf Fragen an Anke Meyer-Grashorn

Anke Meyer-Grashorn

Sie unterstützt seit mehr als 18 Jahren namhafte Unternehmen bei der systematischen Umsetzung von Ideen in erfolgreiche Innovationen. Immer wenn es um Strategieentwicklung, den Aufbau funktionierender Prozesse oder innovationsfördernder Rahmenbedingungen und um langfristige Implementierungskonzepte geht. Anke Meyer-Grashorn hat sich einen Namen gemacht als praxisorientierte Innovationsberaterin, Vortragsrednerin und Buchautorin. Neugierig war ich darauf, welche Geldgedanken im Kopf einer so erfolgreichen Querdenkerin herumschwirren.

Wann hatten Sie zum ersten Mal im Leben eigenes Geld?
Anke Meyer-Grashorn: „Mein Grundschul-Taschengeld habe ich meist umgehend in Süßigkeiten reinvestiert. Ich kann mich auch gut an mein Sparschwein erinnern, das ich mit Hilfe der Verwandtschaft gefüllt habe. Einmal im Jahr, ich glaube es war der Weltspartag, haben alle Kinder ihre Sparschweine in die Schule mitgebracht, die dort von freundlichen Sparkassenmitarbeitern geöffnet wurden, um das gemeinsam gezählte Geld auf das Sparbuch einzubezahlen. Als Belohnung gab‘s dann meist ein Malbuch.
Mein erstes Geld verdiente ich im Gymnasium als ich Nachhilfe in Latein gab. Das war klasse, denn Latein war mein absolutes Lieblingsfach, während viele andere damit große Probleme hatten. Also: große Nachfrage und hohe Bereitschaft der Eltern für das Invest in die Nachhilfestunden.“

Beschäftigen Sie sich gerne mit Geld?
Anke Meyer-Grashorn: „Ich bin da ambivalent. Was mein Business und mein Unternehmen große freiheit angeht, beschäftige ich mich natürlich intensiv mit Geld. Ich brauche einen klaren Plan und jederzeit Transparenz über den Geschäftsverlauf. Mit Hilfe einer betriebswirtschaftlichen Software kann ich einfach und schnell Szenarien durchspielen, wenn sich unerwartete Veränderungen ergeben, sich Projekte oder Budgets verschieben oder Entscheidungen, z.B. in Bezug auf Investitionen, anstehen.
Im privaten Bereich dagegen bin ich erschreckend uninteressiert an Geld. Ich mache mir keine großen Gedanken und habe keinen ernstzunehmenden Plan zum Vermögensaufbau. Ich entscheide eher spontan, wann ich wie viel Geld wofür ausgebe. Liebe Anne, hier gibt es eindeutig Optimierungspotenzial!“

Welchen Geldtipp würden Sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?
Anke Meyer-Grashorn: „Ich würde mich möglichst früh und mit Hilfe von ExpertInnen intensiv mit dem Thema Geld gedanklich auseinandersetzen und für mich grundsätzlich klären, was ich will und welche Ziele ich habe. Ich halte es auch für wichtig, dabei die eigene finanzielle Unabhängigkeit im Auge zu behalten, egal, wie die spätere Lebens- oder Familienplanung aussehen wird. Mir war und ist es immer noch wichtig, neben gemeinsamen ‚Familien- oder Paar-Töpfen‘ über mein eigenes Geld jederzeit frei und ohne Rechtfertigung gegenüber Dritten zu verfügen.“

Wenn Sie viel Geld hätten, was würden Sie damit machen?
Anke Meyer-Grashorn: „Ich würde als erstes eine größere Summe in unser Langzeitprojekt – die kreative Veranstaltungslocation im Allgäu – stecken, um die vielen tollen Gestaltungs- und Ausbauideen, die wir haben, zu realisieren. Unter anderem hätte ich gerne einen Bereich mit verschiedenen Wohnmöglichkeiten für Freunde, Familie und nette Menschen, die gerade auf der Suche oder der Durchreise sind und diese Idee einer modernen Wohn- und Lebensgemeinschaft gut finden. Ich würde auch gerne mit der ganzen Familie eine Weltreise machen, meinem Mann einen Multifunktions-Traktor schenken und mir die Freiheit gönnen, nach jeder intensiven Arbeitsphase eine ebenso intensive ‚Ich-lasse-mich-einfach-treiben-Phase‘ einzuplanen.“

Verwirklichen Sie Ihre Wünsche und Träume mit Hilfe von Geld?
Anke Meyer-Grashorn: „Ja absolut. Ich habe bisher immer lieber zeitnah in neue Ideen investiert und versucht, meine Wünsche und Träume – zumindest die ersten Schritte – zu verwirklichen als Geld anzusparen, um später einmal etwas damit anzufangen. Ich schreibe mir jedes Jahr eine Wunschliste, auf der kleine und große Zukunftsträume zu finden sind, völlig unabhängig davon, wie die Realisierung aussehen könnte. Manchmal reicht dann schon eine kleine Summe an Geld, um eine Idee oder einen Traum real werden zu lassen. Und manche Träume, für die vielleicht größere Geldmittel von Nöten wären, erledigen sich im Lauf der Zeit von allein und machen wieder Platz für Neues.“

Vielen Dank!

Übrigens: Alle Informationen über den Workshop „Mein Leben, mein Geld“ finden Sie hier. Sind Sie dabei? Wer sich noch bis zum 31. März 2014 anmeldet, kann den attraktiven Frühbuchertarif nutzen!

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