Warum es sich lohnt, Geld auszugeben

Geld ausgeben

Geld – was mache ich damit? Es auszugeben fällt vielen Menschen genauso schwer, wie anderen, es nicht auszugeben. Ich habe in den kommenden Monaten eine Mission: Ich will den unterschiedlichsten Geldblockaden auf die Spur kommen und Erfolgsgeschichten zeigen, wie wir sie überwinden können. In diesem Beitrag traut sich Karin, in ihr Know-how zu investieren und Gestaltungsspielräume durch Geld in ihrem Leben zu erkunden.

Sparen, sparen, sparen! Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Geiz ist geil. Schaffe, schaffe, Häusle baue. Sind Sie auch mit solchen Sprüchen groß geworden? Sich einschränken, immer vernünftig sein, alles selbst machen, nichts wagen, sich klein machen – ja, das können die Folgen einer sparsamen Gelderziehung sein. Doch es gibt gute Argumente dafür, Geld auszugeben. Sehen wir uns die einmal genauer an:

1. Sparen lohnt sich nicht: Der Chefanlagestratege der Deutschen Bank, Asoka Wöhrmann rät Verbrauchern, ihr Geld schlichtweg auszugeben, weil Sparen sich nicht lohnt. Einige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen für Gelder auf Tagesgeldkonten. Angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank dürfte das bald keine Seltenheit mehr sein.

2. Konzentration auf Lieblingstätigkeiten macht glücklich: Geben Sie Geld aus und kaufen Sie sich Zeit , das sagen Elizabeth Dunn, Professorin für Psychologie an der Universität in Vancouver, Kanada, und Michael Norton, Professor an der Harvard Business School in Cambridge in den USA. „Wenn wir uns die Freiheit nehmen, besonders ungeliebte Tätigkeiten wie Toilettenputzen oder das Reinigen der Dachrinnen andere machen zu lassen, kann das so eingesetzte Geld uns ermöglichen, unseren Hobbys nachzugehen. Und genau das sollten Sie auch nutzen. Menschen, die mehr auf ihre Zeit als auf ihr Geld achten, handeln wie Glücksexperten – sie wählen mehr Aktivitäten, bei denen sie sich wohlfühlen.“

3. In das „Projekt Ich“ zu investieren macht nachhaltig erfolgreicher: Geld sollte in eigene Wünsche und Werte investiert werden, sagt die Expertin für die gute Beziehung zu Geld, Nicole Rupp. Diese Investition mache „ … sofort spürbar glücklicher und nachhaltig erfolgreicher. (…) Mit überzeugten Investitionen in die eigenen Wünsche und Werte ist man gelassener, genießt es in der richtigen Sache investiert zu sein und sitzt auch mal ein Tief aus. …“.

Und genau das hat Karin erfahren.

Nach dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt Deutsch und Französisch war Karin arbeitslos. Zu allem Unglück ging zeitgleich ihre langjährige Beziehung in die Brüche, ihr Auto gab den Geist auf.

Zunächst überlegte sie ganz pragmatisch, den vorgeschlagenen Weg vom Arbeitsamt einzuschlagen, Programmiererin zu werden. Dann hätte sie immerhin ein festes Einkommen und ein Auto gehabt. Doch wäre sie damit glücklich geworden? Ihr Wunsch war es, etwas mit Kommunikation und Menschen zu machen. Das Sitzen am PC kam darin nicht vor.

Nach einigem Hin und Her entschied sie sich, die Stelle vom Arbeitsamt auszuschlagen, um herauszufinden, was sie wirklich will und welche Art der Arbeit genau zu ihr passt. Nur zehn Monate hatte sie dafür Zeit. Denn genau solange reichte ihr Notgroschen von 15.000 DM für Miete, Essen und ihre Fixausgaben. Ein Auto war da natürlich nicht drin, also ist sie mit dem Fahrrad gefahren. Das gesparte Geld wollte sie nun in das „Projekt Karin“ investieren. Und sie erlebte wunderbare Dinge.

Das Leben nimmt eine Wendung
Weil Karin so aktiv und kontaktfreudig war, flogen ihr die unterschiedlichsten Möglichkeiten und Tätigkeiten zu. Als Gasthörerin an der Hochschule für Gestaltung lernte sie, wie man Videos dreht, sie konnte ein exklusives Praktikum als Radiomoderatorin machen und gab außerdem sehr erfolgreich Sprachunterricht. Dabei kam sie mit den unterschiedlichsten Menschen in Frankfurt am Main in Kontakt.

Sie baute sich ein gutes Netzwerk auf und arbeitete an einem Organisationsentwicklungsprojekt beim Reinigungsamt der Stadt Frankfurt/Main mit. Nebenher absolvierte sie eine Ausbildung zum NLP-Coach. Karin verfolgte das Ziel, eigene Veränderungs- und Wachstumsprozesse anzuregen, ihre Potenziale zu fördern sowie ihre Kompetenzen zu stärken. Später im Berufsleben wollte sie diese Fähigkeiten für andere Menschen einsetzen.

In diesen zehn Monaten lernte Karin die unterschiedlichsten Dinge, probierte sich aus und andere Menschen konnten viel von ihr lernen. Es war eine rundherum bereichernde Situation.
Netzwerken – eine Investition in die Zukunft

Während der NLP-Ausbildung lernte sie eine Dame kennen, die in der Fort- und Weiterbildung eines großen Automobilkonzerns eine Stelle zu besetzen hatte. Diese Frau war begeistert davon, wie Karin ihr Leben in die Hand nahm. Von dieser Frau erhielt sie ein Angebot für eine feste Stelle. Sie arbeitete viele Jahre lang dort als Trainerin für Kommunikations- und Führungskräfteentwicklung und freute sich über ihren wachsenden Kontostand.

„Meine Investition in meine Weiterbildung und in Netzwerkarbeit hat sich wirklich gelohnt“, sagt sie heute. Nach nur zehn Monaten landete sie in dem beruflichen „Hafen“, den sie sich immer gewünscht hatte. Heute arbeitet Karin als Personal- und Organisationsberaterin sowie Karrierecoach.

Auch wenn der Chefanlagestratege der Deutschen Bank empfiehlt, sein Geld auszugeben, gilt das natürlich nicht für das gesamte Vermögen. Letztlich müssen wir unser Geld geschickt managen, damit wir auch in unsere langfristigen „Ziele und Wünsche“ investieren können.
Wenn Sie herausfinden möchten, wie Sie Ihr Geld investieren wollen, dann besuchen Sie doch unseren Workshop „Mein Leben, mein Geld“ am Samstag, den 20. Juni 2015 in Ainring bei Salzburg. Ich freue mich sehr, wenn wir uns dort sehen!

Haben Sie schon in das „Projekt Ich“ investiert?

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